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Das System hat die Dolmetscher und Übersetzer während der Pandemie im Stich gelassen

Die in den Freiberufsgruppen befindlichen Dolmetscher und Übersetzer konnten ihren Aufgaben aufgrund der Stornierung/Verlegung der Termine bei internationalen Treffen, Konferenzen, Gerichten, Behörden (BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) nicht nachkommen; einige sind arbeitslos geworden, andere wiederrum kämpfen, um auf den Beinen stehen bleiben zu können.

Die den Dolmetschern und Übersetzern, die durch die Regierung in den Freiberufsgruppen gesehen werden, zugeteilten zeitweiligen wirtschaftlichen Hilfen hingegen waren nicht ausreichend, um ihr Leben aufrechtzuerhalten.

Wir haben bei Experten nach den Antworten zu den Fragen, ob auch Dolmetscher und Übersetzer während des Pandemieprozesses in die (systemrelevanten) ‚Schlüsselberufsgruppen‘ aufgenommen werden sollten, wie dies bei dem Gesundheitspersonal der Fall war, und weshalb sie sich innerhalb der ‚Schlüsselberufsgruppen‘ befinden sollten, gesucht.

Prof. Dr. Dilek Dizdar, Dekanin im Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaften an der Universität Mainz, brachte zum Ausdruck, dass die bei internationalen Konferenzen und Treffen eingesetzten Konferenzdolmetscher aufgrund der Pandemie im wirtschaftlichen Sinne in eine schwierige Lage geraten sind und äußerte: „Konferenzdolmetscher, die als Mitglieder der freien Berufe tätig sind, kämpfen aufgrund der abgesagten Treffen und der fehlenden Arbeitsgarantiemit Schwierigkeiten.“ Dizdar gab an, dass auf der anderen Seite durch die Pandemie im Bereich der schriftlichen Übersetzung auch neue Arbeitsbereiche entstanden sind, um sämtliche Gesellschaftsbereiche zu erreichen und jeden zu informieren sowie mit dem Dolmetschen im digitalen Umfeld begonnen wurde.

DOLMETSCHER SOLLTEN SICH IN DER KATEGORIE DER SCHLÜSSELBERUFSGRUPPE BEFINDEN

Dizdar, die zum Ausdruck brachte, dass Minderheitensprachen und die Übersetzung dieser Sprachen durch die Pandemie noch mehr an Bedeutung zugenommen haben, ist der Ansicht: „Es wurde gesehen, dass Dolmetscher während Zeiten der Krankheit und Pandemie noch mehr benötigt werden. Die Ministerien, Gesundheitseinrichtungen und die Gesundheitsindustrie haben etwas getan, was sie bis dato nicht taten und haben in Bezug auf die Gesundheit Übersetzungen in unterschiedlichen Sprachen einen Platz eingeräumt. Es ist bei dem Kampf gegen die Pandemie notwendig, die Gesellschaft gut zu informieren. Hierfür ist es äußerst wichtig, auch Minderheiten in ihrer eigenen Sprache zu erreichen. Sie können an einem Patienten im Krankenhaus keinen medizinischen Eingriff ohne dessen Einwilligung vornehmen und dies ist nur mit der Übermittlung der erforderlichen Information über den Eingriff möglich. Hieraus geht hervor, dass die Übersetzung eine Notwendigkeit der grundlegenden Menschenrechte ist. Dolmetscher und Übersetzer sollten als Schlüsselberufsgruppen angesehen und akzeptiert werden.“ 

        Prof. Dr. Dilek Dizdar                                           Tevfik Turan

'DIE KOMMUNIKATION IST EIN GRUNDLEGENDES BEDÜRFNIS DER GESELLSCHAFTEN‘

Tevfik Turan hingegen, der im Fachbereich Turkologie an der Universität Hamburg seit 1981 als Lektor beschäftigt war und vor kurzer Zeit in den Ruhestand gegangen ist, erwähnt die Bedeutung der Kommunikation. Turan, der zum Ausdruck brachte, dass die Kommunikation zu den grundlegenden Bedürfnissen der Gesellschaften gehört, betonte, dass die Aufnahme der Dolmetscher und Übersetzer in die Schlüsselberufsgruppe, so wie es im Gesundheitssektor der Fall war, erforderlich ist.

Turan sagte: „Die auch in Zeiten der Krankheit und Pandemie auf die Dolmetscher und Übersetzer, fallenden Aufgaben, tragen eine gesellschaftliche Verantwortung. Die finanzielle Hilfe der Bundesregierung für freiberufliche Betriebe und Berufsgruppen sollte fortgesetzt werden.“

‚DOLMETSCHER UND ÜBERSETZER ERHIELTEN NICHT DIE NOTWENDIGE UNTERSTÜTZUNG UND BEDEUTUNG‘

Esmer Öz, die seit 27 Jahren in Hagen Dolmetscher- und Übersetzungsdienste für unterschiedliche Sprachen anbietet, macht darauf aufmerksam, dass die Systeme den Dolmetschern und Übersetzern nicht die notwendige Unterstützung und Bedeutung gegeben haben.

Öz fuhr mit ihrer Erläuterung wie folgt fort: „Mit dem Ausbruch der Pandemie wurden sämtliche Termine bei Polizei, Gerichten, Behörden, Asylbüros etc. abgesagt. Vielen meiner Kollegen war es mit der Zeit nicht mehr möglich die Grundkosten ihrer Büros zu decken. Einige meiner Kollegen fielen sogar in die Situation, selbst ihre Krankenversicherung nicht mehr zahlen zu können. Die Bundesregierung hat uns vernachlässigt, ignoriert und die Bedeutung über die Notwendigkeit unserer Aufnahme in die Schlüsselberufsgruppen nicht verstanden. Deutschland ist ein Land, das unterschiedlichste Kulturen beherbergt. Insbesondere in Zeiten der Krise, Krankheit etc. werden wird genauso wie das Gesundheitspersonal benötigt. Viele unserer Freunde wurden benachteiligt. Dolmetscher und Übersetzer wurden nicht in den Systemberufsgruppen gesehen. Die Regierung hätte den Dolmetschern und Übersetzern einen Sonderstatus geben können.“

Reinhard Pohl                                                             Esmer Öz

FLÜCHTLICHE UND MIGRATEN WURDEN EBENFALLS BENACHTEILIGT

Abdullah Irmak hingegen, der seit ca. 30 Jahren in Hamburg Dolmetscher- und Übersetzungsdienste in den Sprachen, Türkisch, Kurdisch und Arabisch anbietet, findet die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung nicht unzureichend.

Irmak sagte: “Wem wird die in Hamburg für Freiberufler gezahlte finanzielle Hilfe  in Höhe von 2500 Euro reichen? Viele unserer Kollegen waren gezwungen einen Antrag auf Sozialhilfe (Hartz IV) zu stellen. Dolmetscher und Übersetzer wurden während der Pandemiezeit vernachlässigt. Die Migranten deren Flüchtlings- und Asylvorgänge andauern wurden in diesem Prozess ebenfalls benachteiligt.“

DIE GEWERKSCHAFTEN UND BERUFSVERBÄNDE WAREN UNZUREICHEND

Irmak der seinen Worten hinzufügte, dass die Berufskammern, Gewerkschaften und Berufsverbände die in den Dolmetscher- und Übersetzungsbereichen tätig sind, unzureichend ausfielen, sprach weiter: „Wir befinden uns derzeit im Sommer. Die Termine bei vielen Gerichten werden aufgrund der Gerichtsferien nicht stattfinden. Ich vermute, dass die Angelegenheiten bis 2021 sehr schlecht verlaufen werden. Ich gehe davon aus, dass sich unser Arbeitsbereich in diesem Jahr aufgrund der Pandemie öffnen wird. Es fällt hier eine große Aufgabe auf die Gewerkschaften. Auf einer sichglobalisierenden Welt werden Dolmetscher und Übersetzer noch mehr benötigt. Ich bin der Ansicht, dass die Migranten und Flüchtlinge, die auch nach der Pandemie einer Hungergefahr gegenüberstehen, vermehrt nach Europa strömen werden. In diesem Sinne wird uns Dolmetschern und Übersetzern eine noch größere Aufgabe und Verantwortung zuteil.

Reinhard Pohl, der bei der Zeitschrift ‚Gegenwind‘ (monatliche und politische Zeitschrift) in der Stadt Kiel des Bundeslandes Schleswig-Holstein in Deutschland als Journalist und Drucker beschäftigt ist und seit dem Jahr 2002 das ‚Dolmetschertreffen‘ im Bundesland Schleswig-Holstein organisiert, teilte mit, dass die Dolmetscher und Übersetzer seit März versuchen, mit den verschiedenen kurzfristigen finanziellen Hilfsprogrammen der Landesregierungen für ihre laufenden Grundkosten aufzukommen.

“Ich habe vor allem mit Freiberuflerinnen und Freiberuflern in Hamburg und Schleswig-Holstein zu tun. Ab Mitte März wurden fast alle Bestellungen abgesagt. Es gab keinen Ersatz. In Hamburg gab es ein Hilfsprogramm für die laufenden Kosten und die Kosten zum Leben, in Schleswig-Holstein nur ein Hilfsprogramm für die laufenden Kosten wie Büromiete.”

Gut wäre es, wenn die Dolmetscherinnen und Dolmetscher sich besser organisieren. Sie müssen durchsetzen, dass die Behörden sich an den gesetzlichen Tarif (zur Zeit 70 Euro pro Stunde) halten, damit Dolmetscherinnen und Dolmetscher Rücklagen für solche Krisen bilden können. Wer gut im Geschäft ist, tut das sowieso. Aber wer für 30 oder 40 Euro pro Stunde dolmetscht, kann das nicht und ist dann auf das Jobcenter angewiesen.

SÜHEYLA KAPLAN

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