Eingewanderte Behinderte haben ein noch härteres Schicksal. Sie werden doppelt diskriminiert und ausgegrenzt. Auf der einen Seite wegen ihrer Behinderung und hinzukommend wegen ihres Status als EinwanderInnnen.

Weiterhin stehen sie immer in kritischer Auseinandersetzung mit der Familie und ihrer Umgebung. Ebenfalls die heutige aber auch die vergangenen Behindertenpolitik kümmert sich nie ausreichend um deren Bedürfnisse worunter die Betroffenen natürlich unvermeidbar leiden.

Die Situation von behinderten  EinwanderInnen befindet sich im Spannungsfeld von Ausgrenzung und Diskriminierung. Tagtäglich müssen sie mit diskriminierenden Lebensverhältnissen und ethnisierenden Fremdzuschreibungen umgehen. Der Blick soll dabei besonders auf unauffällige und defensive Umgangsformen gerichtet werden: Das Verschweigen oder Nichtthematisieren des eigenen Migrationshintergrunds und die Verharmlosung von gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen sowie persönlichen Ausgrenzungserfahrungen. Diese Umgangsformen fanden bisher weder im alltäglichen noch im sozialwissenschaftlichen Diskurs besondere Beachtung. An ihnen wird jedoch die Diskrepanz von individuellen  Erfahrungen in der Aufnahmegesellschaft  für eingewanderte Behinderte sehr deutlich.

Recht als Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltungspraxis spiegelt den gesellschaftlichen Umgang mit Behinderten, einer Minderheit, wieder, die früher bestenfalls Objekt staatlicher Fürsorge sein konnten und denen inzwischen in begrenztem Umfang gesellschaftliche Teilhabe eingeräumt wird. Als Zuteilungsmaßstab gelten die Angemessenheitsvorstellungen der Mehrheit. Die quantitative "Dichte" des gesetzlichen Schwerbehindertenschutzes ist allerdings kein Hinweis auf stabile, gesicherte Lebensverhältnisse für Behinderte, sondern ein Indiz dafür, dass formulierter Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen.

Im Mittelpunkt des Artikels wollen wir behinderte EinwanderInnnen an die Öffentlichkeit bringen und dabei die Situation dieser darstellen. Berichte und Interviews werden aus verschiedenen Publikationen herangezogen. Es geht um die Befürchtungen und Zuschreibungen, die auf strukturellem Ausgrenzen beruhen und die es beiden Seiten erschweren, im weitesten Sinne  die  Haltung  der Bevölkerung gegenüber eingewanderten Behinderten zu sensibilisieren. Die These, der zufolge herrschende Schönheitsnormen die Ursache für diese Schwierigkeiten sind, wird kritisch erörtert.

Schließlich werden Initiativen vorgestellt, die Beratungen anbietet und sich politisch und kulturell mit dem Thema "Behinderung und Einwanderungen auseinandersetzen. In der Aufnahmegesellschaft Einwanderer und ebenso Behinderter zu sein, erschwert das Leben sehr.

 Es sollte  an alle in der Aufnahmegesellschaft lebenden Menschen mit Behinderten fair umgehen.

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