The Raid

In einem heruntergekommenen Hochhaus in einem abgeschiedenen Industrieviertel der indonesischen Hauptstadt Jakarta hausen ein Drogenbaron und seine schwerbewaffneten Helfer. Ein SWAT-Team der lokalen Polizei macht sich auf den Weg, das Gangsternest auszuheben. Doch kaum haben die Cops das Gebäude betreten, nimmt das Unheil seinen Lauf. Die erste Hälfte des Films besteht aus einem infernalischen Bleigewitter, als die Munition verballert ist, wird's richtig blutig. Erst schlitzen sich die wenigen Überlebenden mit Messern und Macheten gegenseitig auf, dann werden noch ein paar Schädel zu Klump getreten. Unter Martial-Arts-Fans genießt das zynische Knochenbrecher-Spektakel bereits Kultstatus.

-------------------------------------------------------------------------------------

Fast verheiratet

Die Komödie mit Emily Blunt und Jason Segel fängt da an, wo andere Filme aufhören: beim Heiratsantrag

Kaum hat Tom (Jason Segel) seiner Violet (JUPITER-Preisträgerin Emily Blunt) einen Antrag gemacht, da laufen auch schon die Vorbereitungen für den "glücklichsten Tag ihres Lebens". Aber plötzlich kommt alles anders als geplant: Violet erhält die heiß ersehnte Jobzusage einer Universität, doch die zeitlich befristete Arbeitsstelle befindet sich in Michigan - nicht gerade ein Traumziel der beiden. Tom stimmt trotzdem zu und begleitet seine Verlobte in den kalten Norden des Landes - und lässt dafür sogar seine Karriere als Chefkoch in einem angesagten Restaurant sausen. Wohlgemerkt nur für zwei Jahre, danach soll es wieder zurück ins schöne San Francisco gehen. Doch in der Provinz findet Tom nur einen Job in einem Sandwichladen - und nur widerwillig passt er sich den örtlichen Gewohnheiten an. Doch schließlich geht er immer häufiger auf die Jagd, trägt selbstgestrickte Pullover und lässt sich auch körperlich extrem gehen. Sehr zum Leidwesen von Violet, die in ihrem Job aufgeht und von Professor Winton (Rhys Ifans) hofiert wird. Ein möglicher Hochzeitstermin rückt in immer weitere Ferne, und auch das Paar driftet langsam auseinander. Vier statt zwei Jahre in Michigan vergehen, Violets jüngere Schwester hat inzwischen geheiratet und schon zwei Kinder bekommen, die Eltern werden unruhig, die Großeltern segnen das Zeitliche, und die Verlobten zweifeln langsam an ihrer Liebe. Zumindest einer von ihnen muss endlich eine Entscheidung treffen ... Klingt wie ein Drama? Ist es aber nicht, denn der Film über die Dauerverlobten ist so herz­ergreifend komisch, dass Sie nicht zu lange über einen Gag lachen sollten, sonst verpassen sie den nächsten. Allein der Verfall von Tom oder das Streitgespräch zwischen Violet und ihrer Schwester Suzie (Alison Brie) - die beiden imitieren die Stimmen von Krümelmonster und Elmo aus der Sesamstraße, um Suzies Kinder nicht zu erschrecken - sind zum Brüllen. Regisseur Nicholas Stoller, ansonsten ein Spezialist für derbe Scherze ("Männertrip"), präsentiert diesmal einen cleveren Spaß ohne pubertäre Ausrutscher. Kein Wunder, denn Jason Segel schrieb am Drehbuch mit und Judd Apatow ("Brautalarm") produzierte. "Fast verheiratet" ist eine warmherzige Romanze, die uns dank des einfallsreichen Drehbuchs und der gut auf­gelegten Hauptdarsteller Segel und Blunt mit einem Lächeln auf den Lippen aus dem Kino entlässt.
-------------------------------------------------------------------------------------

Das Haus auf Korsika

Als sie von ihrer toten Oma die titelgebende Immobilie erbt, lässt Aushilfskellnerin Christina (gut: Christelle Cornil) ihr eingefahrenes Leben in einer belgischen Kleinstadt hinter sich und reist kurzentschlossen in den Süden. Wie die 30-jährige Frau im abgelegenen Bergdorf auf Spurensuche nach dem unbekannten Leben ihrer Großmutter geht und dabei nicht nur eine andere Kultur, sondern auch sich selbst kennenlernt, wird in ruhi­gen, dokumentarisch anmutenden Bildern erzählt. Dass Regiedebütant Pierre Duculot dabei auf künstliche Dramatik verzichtet, ist lobenswert, auf Dauer aber arg einschläfernd.

-------------------------------------------------------------------------------------

Cosmopolis

Plakat zu Cosmopolis
TWILIGHT-Star ROBERT PATTINSON löst sich vom romantischen Image und spielt in dieser Verfilmung des Bestsellers von DON DeLILLO einen ruchlosen Investmentbanker und Milliardär, der sich in einer Stretchlimousine auf eine Odyssee durch Manhattan macht. Bei Cronenberg, der beim Filmfestival in Cannes bereits seine Filme CRASH, SPIDER und HISTORY OF VIOLENCE zeigte, lief im Mai 2012 auch dieses, sein neuestes Werk. Und wieder ist Verstörendes zu erwarten, Gewalt, Sex und radikale Bilder sind garantiert. Mit dabei sind JULIETTE BINOCHE und PAUL GIAMATTI.


banner67

banner68

banner71

banner3

banner73

banner57

banner11

banner56

banner51

banner14

banner58

banner61

banner27

banner59