DERNEKLER:
Die türkische Gemeinde Hamburg hat das nicht verdient

Der ehemalige Vorsitzende der TGH Yilmaz: Die türkische Gemeinde Hamburg hat das nicht verdient.
 

Aufgrund der anhaltenden Beschuldigungen der Vorsitzenden der TGH Nebahat Güclü gegenüber dem ehemaligen Vorsitzenden Hüseyin Yilmaz, haben wir mit ihm ein Interview geführt, um die Vorwürfe der Untreue zu beleuchten.

Avrupa Postasi: Es wurde angegeben, dass der jetzige Vorstand die TGH mit einem Schuldenberg von 166.000 Euro übernommen habe und Sie den Verein auf den Weg des Bankrotts geführt hätten. Außerdem existieren Behauptungen, dass der juristische Weg eingeschlagen worden wäre, aber bis dato kein Prozess stattgefunden habe.

Hüseyin Yilmaz: Damals existierten mehrere finanzielle  Forderungen, die von den Behörden nicht bezahlt wurden. Z.Bsp. noch während der Mitgliederversammlung, in der der nachfolgende Vorstand gewählt wurde, bekamen wir 90.000,- Euro als Einzahlung.

AP: Warum dann diese Korruptionsvorwürfe?

Vor zwei Jahren erhielten wir eine Liste von Fragen, die wir an unseren Rechtsanwalt weitergeleitet haben, um zu erfahren, was beabsichtigt war, da wir diese Fragen schon vorher beantwortet hatten. Dies wird bewußt zum Thema der Spekulation gemacht, obwohl der zweite Vorsitzende Ali Kurtuldu, auch in meinem Vorstand hatte er dieses Amt inne, und Frau Nebahat Güclü die damals ebenfalls im Vorstand war. Die Antworten auf diese Fragen stehen in den Protokollen des Vereins. Außerdem wurde alles durch den Kontrollrat des Vereins, also durch die Herren Olgay Sadak, Namik Yener und Metin Pek kontrolliert und erklärt, das Sie nichts Verwerfliches vorgefunden haben. Es gibt nichts, was in finanzieller Hinsicht beanstandet werden müsste. Dieses Vorgehen ist eine Respektlosigkeit gegenüber der Arbeit dieser Kollegen.

AP: Was ist also das Problem?

Es wurde damals die Linie vertreten, dass die TGH kein Projektverein ist und sich politisch betätigen sollte. Diejenigen, die die Projekte kritisiert haben, erklären ihre sog. Erfolge heute über diese Projekte. Die Projekte werden nicht zwei mal, sonder drei, vier mal kontrolliert. Von Korruption kann also keine Rede sein.

AP: Warum bringen sie immer wieder diese Korruptionsvorwürfe?

HY: Sie verschleiern dadurch ihre Erfolglosigkeit. Wir haben keinen Cent der TGH veruntreut. Im Gegenteil, vieles wurde aus unserer eigenen Tasche bezahlt.

AP: Was war dann der Grund Ihres Schweigens?

HY: Wenn wir bis jetzt geschwiegen haben sollten, hatte es nur den einzigen Grund, der türkischen Gemeinde Hamburg und Deutschland keinen Schaden zuzufügen. Sie haben sogar die Busfahrkarten, bzw. die Blumensträuße vom Verein bezahlen lassen. Wir taten dies zu unserer Zeit nicht. Diejenigen, die uns andauernd beschuldigen tun es nach dem Motto „Mit Schlamm bewerfen, etwas wird schon hängen bleiben.“

AP: Was ist mit der Unklarheit über den angekündigten juristischen Weg?

HY: Auch von einem Prozess wissen wir nichts. Wenn dies der Fall sein sollte, rufe ich Sie auf, dies der Öffentlichkeit anzukündigen.

AP: Es wird behauptet, per E-Mail wurden Fragen an Sie gestellt, jedoch von Ihnen dazu keine Antwort bekommen zu haben.

HY: Wir haben auf diese Fragen, die 13 verschiedene Punkte beinhalteten, geantwortet und diese an die Delegierten geschickt. Auch die Punkte, welche die Buchführung betrafen, standen im Protokoll. Eine Person, die von Anfang an in der TGH arbeitet, möchte diese Anschuldigungen aufrecht erhalten und die Öffentlichkeit weiterhin täuschen. Sie müssen mit diesen Beschuldigungen aufhören und sich bei uns öffentlich entschuldigen. Hamburg braucht eine türkische Gemeinde, die in der Gesellschaft respektiert wird.

AP: Noch einmal, es existiert die Behauptung, dass gegen Sie Klage eingereicht wurde.

HY: Wir haben keinerlei Informationen über eine Klage. Wenn es der Fall wäre, hätte uns unser Rechtsanwalt bereits informiert. Es wäre andererseits wünschenswert, wenn wir vor dem Richter stünden und uns entsprechend verteidigt hätten.

AP: Auch ein unabhängiges Gutachterinstitut wurde beauftragt, um die Bücher zu kontrollieren. Obwohl es schon 4 Jahre vergangen sind, gab es keinen negativen Bericht dazu. Oder?

HY: Sie verschleiern dadurch ihre Erfolglosigkeit. Sie prahlten durch unsere Projekte, aber machten mit ihren Beschuldigungen weiter.

AP: Es gab bereits mehrere Rücktritte...

HY: Es ist schon bedenklich, dass der Sportverein Inter Hamburg, der eine lange Tradition in Hamburg aufweist und der Verein MEKAN, der für Senioren und Rentner erfolgreiche Arbeit geleistet hat, zurückgetreten sind. Warum sind außerdem mehrere Vorstandsmitglieder und Delegierte zurückgetreten? Die TGH Jugend hat komplett die Gemeinde verlassen. Sie müssen diese Vorgänge der türkischen Öffentlichkeit erklären. Der Geschäftsführer der TGH, Harald Winkels war 22 Jahre lang im Amt. Warum hat er gekündigt? Im Gegenzug wurden Innerhalb von vier Jahren, 4 mal Geschäftsführer ersetzt. Das alles muss geklärt und erklärt werden.

AP: Wenn wir auf heute zurückkommen...?

HY: Der jetzige Kandidat Mesut Sipahi hatte in der letzten Mitgliederversammlung uns kritisiert, dass die TGH sich nicht mit Projekten befassen und sich ausschließlich politisch betätigen sollte. Sogar forderte er, dass die Mitgliedsvereine finanziell unterstützt werden sollten. Wenn man die Versprechungen eingehalten hätte, hätte es diese Rücktritte nicht gegeben. Es ist schon interessant, dass Frau Güclü ihren Erfolg duch unsere Projekte erklärt.

AP: Ist es nicht bemerkenswert, dass der Kandidat Sipahi, anläßlich des Referendums am 16. April in der Türkei so eine Erklärung abgab; „Wenn auch die „Ja-Sager" die Räume der TGH benutzen möchten, würde ich es zum Vorstand bringen.“

HY: Ich hätte erklärt, warum ich „Nein“ sage. Sogar hätte ich gesagt, dass die Räume für „Ja-Sager“ nicht zur Verfügung gestellt werden sollten. Das, was heute in der Türkei stattfindet, ist auch nichts anderes, als das was damals in Deutschland erlebt wurde. Die Sache ist nicht persönlich. Das System wird verändert. Nochmal erwähnt; ich hätte den „Ja-Sagern" keinen Raum zur Verfügung gestellt, da es eine Entfernung von Demokratie und Pluralismus bedeutet. Durch dieses Referendum soll die Demokratie in der Türkei abgeschafft werden.

AP: Die jetzige Vorsitzende Nebahat Güclü kandidiert nicht mehr. Sie trat seit 2015 immer wieder mit skandalösen Nachrichten in Erscheinung. Hätten Sie damals genauso an der Veranstaltung der rechtsradikal eingestuften, nationalistischen Türk-Federation teilgenommen?

HY: Ich hatte nie die Absicht, Abgeordneter zu werden. Selbst, wenn es der Fall wäre, wäre ich nicht hingegangen. Wenn sie im Vorfeld nicht gelogen hätte, sähen die Konsequenzen anders aus. Sie hätte ihren Ruf nicht dermaßen beschädigt, wenn Sie die Wahrheit gesagt hätte.

AP: Kandidiert Sie deshalb nicht mehr, weil ihr Ruf beschädigt ist?

HY: Das Problem ist nicht nur Güclü alleine. Auch einige Journalisten haben in diesem Prozess eine Rolle gespielt. Der Geschäftsführer der Zeitung "Post" in Hamburg, hat aufgrund der Aussagen von Frau Güclü über uns Unwahrheiten verbreitet, ohne unsere Sichtweise eingeholt zu haben. Das ist kein objektiver Journalismus. Er muss sich auch bei uns öffentlich entschuldigen.

AP: Was sind Ihre Erwartungen?

HY: Ich habe seit der Gründung der TGH 1985 für die TGH gearbeitet. Ich möchte, dass die Türkische Gemeinde Hamburg glaubhaft ist und die Menschen unter sich verbindet. Die Türkische Gemeinde Hamburg verdient das nicht.

AP: Was halten Sie von der Kandidatur von Mesut Sipahi?

HY: Darüber sollen die Delegierten und die Vereine entscheiden. Ich kann nur eines sagen, in den Gründungsjahren der TGH war er mit uns. Aber er war in den letzten 5 Jahren der Architekt des Lynchens an uns. Alles Weitere werden wir in der Zukunft sehen.

AP: Wie lautet Ihre letzte Botschaft?

HY: Wir sind hier ansässig. Wir müssen die Entwicklungen in der Türkei aus einer demokratischen Perspektive betrachten. Wir dürfen uns nicht spalten lassen und müssen versuchen uns gegenseitig zu verstehen.

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